entertainment magazin von müller

cloverfield

»Youtubezilla«

Revolution auf der Kinoleinwand: J. J. Abrams jagt die Generation Youtube durch ein gigantisches Katastrophenszenario und serviert uns so das vielleicht erst Point-of-View-Monstermovie der Filmgeschichte.

Wir kennen das aus dem Internet und unzähligen "Deutschlands lustigste Heimvideos"-Katastrophen. Leute, die uns eigentlich nicht interessieren sind da – oft verwackelt und unscharf – zu sehen. Und obwohl sie gerade heiraten oder grillen oder Ski fahren, endet das Ganze meistens in einem großen Haha-Erlebnis. Nicht anders ergeht es uns mit den ersten Bildern des Tapes, das angeblich in New York gefunden wurde. Junge liebt Mädchen, Junge und Mädchen machen Ausflüge, eine Geschichte wie tausend andere auch. Nur müssen wir bald feststellen, dass die Zweisamkeit nur das nicht gelöschte Präludium für eine gefilmte Abschiedsparty ist und ausgerechnet jene in eine Katastrophe mündet, die                                         

Angst und Schrecken statt Schenkelklopfen verbreitet. Denn nachdem die jungen und hippen Partygäste kurze Farewell-Statements für den nach Japan scheidenden Rob eingesprochen haben, beginnt das Apartmentgebäude plötzlich zu beben, kakophonischer Lärm erfüllt die Luft. Irgendwo in der Ferne fängt die wacklige Kamera einstürzende Häuserfronten ein, gefolgt von einer gigantischen Staublawine. Mittendrin: Kameramann Hud und das Häuflein Feierwütiger. Außerdem der Zuschauer, der sich dem unaufhaltsam eskalierenden Geschehen                                         

kaum mehr entziehen kann. Während die Bilder noch Erinnerungen an 9/11 evozieren und wir uns die Terrorfrage stellen, fliegt uns der Kopf der Freiheitsstatue vor die Füße, Schemen lassen erahnen, dass sich etwas Riesiges durch New York wälzt. Tatsächlich erinnert das grüne Ungetüm, Herkunft unbekannt, an Vorläufer der Marke Godzilla. Nur dass hier alles unglaublich echt wirkt, das "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl Schwindelanfälle und Panik selbst beim Zuschauer hervorruft. Der nun mit dem Häuflein um Rob und Hud durch ein chaotisches New York auf der Flucht vor "Clovie" und seinen spinnenhaften Ausgeburten ist, vorher aber unbedingt noch die Exfreundin von Rob retten muss. Was sich als Riesenfehler entpuppen könnte. Denn das überforderte Militär ist drauf und dran, den Big Apple zwecks Schadensminimierung einfach in Schutt und Asche zu legen. Und unter selbiger wurde die Videokamera schließlich gefunden…

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Den gesamten Text dieses Artikels sowie viele weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der mbeat, die kostenlos für Sie in Ihrer nächsten Müller-Filiale mit Multi-Media-Abteilung ausliegt.

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