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keinohrhasen »Wie die Karnickel« |
Über sechs Millionen Kinobesucher und jede Menge Gossip: "Keinohrhasen" war nicht nur ein überwältigender Erfolg an der Kinokasse, auch die Yellow Press tat sich gütlich an den diversen Skandälchen und Poltereien, die dem Komödienhit des Jahres gewaltige Aufmerksamkeit bescherten. Auch dank Til Schweiger, der zeitweilig beachtliche Haken schlug, um mal salopp Bezug zu den putzigen Titeltieren zu nehmen. Das alles hat sich nun längst in Wohlgefallen aufgelöst und die Überlegung der Stunde ist nicht ob, sondern welche Ausgabe der "Keinohrhasen" man sich anschaffen wird.
Dieser einzige Beau des deutschen Films machte es einem in der Vergangenheit aber auch beileibe nicht leicht, ihn zu mögen: Entreißt man längst verjährt gehoffte Sünden wie "Manta, Manta" der Verdrängung durch das Unterbewusstsein, kann man sich zumindest nervös zuckender Augenlider oder spontaner Unmutsäußerungen kaum erwehren. Deutlich erholsamer gerieten da die nachfolgenden Manifestationen Schweiger’scher Schauspielkunst in Mittneunziger-Komödienerfolgen wie der Verfilmung von Ralf Königs Bestsellercomic "Der bewegte Mann". Es folgten omnipräsente Leinwandsichtung und die daraufhin einsetzende einstweilige Verabschiedung in die Interims-Hollywood-Karriere. Mit "Keinohrhasen" reichte Schweiger nun endlich auch seinen schärfsten Kritikern die Hand und bot eine willkommene Versöhnung zum Schmusetarif. Denn die romantische Liebeskomödie besticht nicht nur durch die restlose Verpflichtung der ersten Garde deutscher Schauspielhoffnungen. Seit seiner Rückkehr aus dem
ernüchternden amerikanischen Traum nährt Schweiger auch seinen Ruf als cineastisches Multitalent und sucht die Schwerpunkte seiner Arbeit zunehmend in den Bereichen Drehbuch und Regie. Überzeugendes Beispiel dieser Entwicklung dürfte dem Kinogänger bereits in Form der Bambi-prämierten Tragikomödie "Barfuss" unter die sprichwörtliche Linse geraten sein.Das mit über sechs Millionen Kinozuschauern amüsanteste und erfolgreichste Produkt seiner
jüngsten Bestrebungen, sich zum unumstößlichen Alphahäschen der deutschen Filmindustrie zu küren, ist die Liebeskomödie "Keinohrhasen", die im Dezember 2007 in den deutschen Kinos startete und auch abseits filmischer Kritik für nicht unerheblichen Aufruhr zu sorgen wusste. Anlass dazu gebot die Nichtberücksichtigung des Kassenschlagers bei der Vergabe des Deutschen Filmpreises 2008. Der weitere Verlauf der Angelegenheit spottete bezüglich der Dramaturgie jeglichem Drehbuch: Brüskiert trat Schweiger in Begleitung eines gewaltigen Medienechos aus der Deutschen Filmakademie aus, kündigte die Auslobung eines eigenen Filmpreises an, um hernach doch bei der Lola-Gala zu gastieren und sich später wieder kleinlaut in die Akademie aufnehmen zu lassen. Und die Moral von der Geschicht’? Gibt es nicht! Doch Schweiger kam
schlussendlich doch noch zu verdienten Ehren: Für "Keinohrhasen" gab’s Anfang des Jahres den Ernst-Lubitsch-Preis 2008. Entwarnung also für alle hartgesottenen Schweiger-Fans, die spätestens mit dem jetzigen Erscheinen einer reichhaltigen Auswahl an DVD-und Blu-Ray-Ausgaben des Films wieder Versöhnung mit der Welt feiern dürften. Ob Outtakes satt, Produktionstagebuch oder nur eines dieser knuffig-schizophren dreinguckenden Keinohrhäschen aus Plüsch: Die Liste der Bonusfeatures scheint endlos. Insgesamt gilt es, sich aus einem Œuvre von fünf verschiedenen DVD-und Blu-Ray-Boxen zu entscheiden. Neben der herkömmlichen Standard-Einzel-DVD wird ab Ende August auch das Kuschel-Set verfügbar sein, das neben der DVD das besagte drollige Keinohrhäschen aus Plüsch beinhaltet und bei vielen Käufern ein unschlagbares Must-Have-Moment auslösen wird. Des Weiteren gibt es eine limitierte Doppel-DVD-Flipbookausgabe zu erstehen. Im Blu-Ray-Bereich bietet sich neben der Standarddisc eine Steelbookversion an, die ebenso mit einer Fülle zusätzlicher Features lockt.
Den gesamten Text der Titelstory sowie viele weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der mbeat, die kostenlos für Sie in Ihrer nächsten Müller-Filiale mit Multi-Media-Abteilung ausliegt.
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