entertainment magazin von müller

katy perryi

»Frauen schmecken besser«

Kein Wunder, dass Amerika ausflippt, und den Song seit Monaten nicht mehr von der Chartspitze runterlässt. "I Kissed a Girl", dieses unglaublich dynamische wie einprägsame Lied über die Lust an einer kleinen gleichgeschlechtlichen Knutscherei, sorgt für den Popaufreger des Sommers. Und die Interpretin, deren erstes Album "One of the Boys" heißt? Ist das wohlbehütete Töchterchen eines Priesterehepaars aus Santa Barbara und hat früher gottsfürchtigen Gospel gesungen. Wir sprachen mit Perry, 23, am Pool des "Shore Club Hotel" in Miami Beach. Ja, die größte Popprovokation seit den Russenschlampendarstellerinnen von Tatu und dem Zungenkuss von Madonna und Britney Spears ist perfekt und sitzt in Person von Katy Perry in diesem Moment etwas erschlagen auf dem Sofa eines Poolhäuschens im "Shore Club Hotel", einem sehr lauten und etwas zu angestrengt auf hip machenden Hotel am Strand von Miami. In wenigen Stunden wird Katy Perry drüben im "Biscayne                                         

ark" in Downtown für den Höhepunkt des durch ganz Nordamerika reisenden Indiepunkfestivals "Warped Tour" sorgen. "Für viele dort bin ich offenbar so eine Art peinliche Lieblingssängerin", sagt Katy. "Wenn ich auf der Bühne stehe, singen Leute aus allen erdenklichen Welten und mit allen erdenklichen Geschmäckern mit." Jetzt aber gilt es zunächst, die angereisten Medienvertreter zu beglücken. Von denen tummeln sich am frühen Nachmittag so einige rund um Katys Poolbutze, auf                                         

deren Terasse die Plattenfirma freundlicherweise bereits einen Kaltbierausschank hat aufbauen lassen. Nicht nur aus halb Europa ist die Journaille angereist, auch aus Japan, Mexiko und Brasilien sind Kollegen anwesend, um die Bekanntschaft der jungen Dame zu machen, die momentan auf einer Erfolgsspur sondergleichen durch die Poplandschaft pflügt. "Meine Songs haben Biss", versucht sich Katy Perry, die sich nun ein Corona-Bier aufgemacht hat und in einem schwarzen Fifities-Kleidchen mit kleinen weißen Punkten steckt, an einer Erklärung ihres Erfolgs. "Ich wollte Musik machen im Geiste von Cyndi Lauper, Pat Benatar, Joan Jett. Und auch Freddie Mercury, der mein allergrößter Einfluss ist, stand mit seiner Haltung und seinem Geist Pate für meine Songs." Mercury, der früh verstorbene Sänger von Queen, ist überhaupt das allergrößte Idol für Katy Perry. Mit 15 hat sie ihn entdeckt. Und er war so, wie sie gern sein wollte, aber nicht durfte.

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