entertainment magazin von müller

spore

»The Evolution Will Be Televised«

Kreationisten und Darwin-Jünger der Erde, vereinigt euch! Mit dem neuen Spiel von "Sims"-und "Sim City"-Schöpfer Will Wright werden wir selbst zu Schöpfern, die gleichwohl einem ausgeklügelten Evolutionspfad zu folgen haben. Wer will noch Vorortlangweiler durch ihr Leben begleiten, wenn er ganze Welten erforschen kann? Spätestens seit der Veröffentlichung des vorangestellten "Spore-Labor" kennt die Vorfreude keine Grenzen mehr. Dabei ließen sich hier lediglich nach Lust und Laune Kreaturen erschaffen, mit Mäulern, Gliedmaßen, Augen und Waffen versehen, anschließend begutachten und im Internet zur Verfügung stellen. Millionen von potenziellen Planetenbewohnern sind so entstanden, die im weiteren Verlauf des Hauptspiels nun integriert werden können. Jenes beginnt wie jede ordentliche Schöpfungsgeschichte mit der Ursuppe, die dank eines Meteoritenhagels von Mikroben bevölkert ist. Hier bereits gilt Darwins Urprinzip des Fressen oder Gefressen-Werden, was ein wenig an Pac-Man erinnert und im Idealfall dazu führt, dass wir immer stärker werden und schließlich via Editor den                                         

Schritt zur Spezies wagen können. Erst mal an Land, gilt es so, die Weichen für die zivilisatorische Zukunft unserer Wesen zu stellen. Fleisch oder Pflanzen, Rudel oder Einzelgänger, all das bestimmen wir in schönster "Ich bin Gott"-Manier, bevor es in einer nächsten Etappe zum Stamm mit Ausbildung sozialer Fähigkeiten und schließlich zur Stadt mit all ihren zivilisatorischen Errungenschaften geht. Die "Zivilisationsstufe" schließlich führt uns mit (oder gegen) andere Völker unseres Planeten zusammen. Das Ziel: größtmögliche Einigung, was auf kriegerische oder friedliche Art geschehen kann. Nur so ist der letzte Schritt möglich: der Sprung ins Weltall, wo neue Galaxien nur darauf warten, von uns erforscht und/oder besiedelt zu werden. Dank unzähliger Editoren für Kreaturen, Fahrzeuge, Gebäude und mehr sind wir bei "Spore" wirklich unser eigener Herr und Schöpfer. Das in                                         

höchstem Maße kreative Spiel ist nämlich weit mehr als nur simple Aufbaustrategie, gibt außergewöhnliche Freiheiten und einen Spielraum, der weit über den eigenen Rechner hinausweist. Zwar gibt es (noch) keinen klassischen Multiplayerpart, wohl aber ausgiebigste Onlineanbindung. Unsere Kreaturen werden der Weltöffentlichkeit genauso zum Download zur Verfügung gestellt wie umgekehrt, und es ist an der ausgeklügelten Software, jeweils zu unseren Schöpfungen passende Rassen für unseren Planeten herunterzuladen. Die Möglichkeiten scheinen so endlos wie das "Spore"-Universum. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die "Sims"-Idylle endgültig durch die wirklich große, weite Welt ersetzt wird.

Weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der mbeat. Diese liegt in der nächsten Müller-Filiale mit Multi-Media-Abteilung kostenlos für Sie bereit.