entertainment magazin von müller

fallout 3

»Keine Ausfallerscheinungen«

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Diese fußballerische Binsenweisheit trifft auch auf Electronic Arts und deren im jährlichen Rhythmus erscheinende Fußballserie zu. Wie jedes Jahr will man die virtuelle Bolzerei noch realistischer machen und näher an das heranbringen, was wirklich auf dem Platz passiert. Gerade mit der neuen Generation von Konsolen und durch schnellere PCs hat man einen wahren Quantensprung in der Evolution der Serie hingelegt. Plötzlich konnte man den Spielern eigene spielerische Charakteristiken zuteilen, die Ballphysik entsprach nahezu der eines echten Leders und das Spiel konnte endlich die Emotionen transportieren, die es zur größten und wichtigsten Sportart der Welt gemacht hat.

"FIFA 09" beschleunigt diese Entwicklung weiter. Dabei ist insbesondere der Konkurrenzkampf mit der japanischen "Pro Evolution Soccer"-Reihe ein Motor, der die in Kanada entwickelte Serie voranbringt. Wie zwei Spitzensportler aus Ost und West belauern sich die beiden Kontrahenten und treiben                                         

sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Das ist gut für den Spieler, denn so hat keine der beiden Reihen die Möglichkeit, auf hohem Niveau zu stagnieren. Wie jedes Jahr legt "FIFA" in offensiver Art und Weise vor. Im Vergleich zum Vorgänger wurde moderat an der Optik geschraubt. Die schon immer erhabene Präsentation wurde verschönert und die Gesichter der Spieler transportieren noch besser die Emotionen bei Erfolg oder Misserfolg. Insbesondere PC-Spieler dürften sich verwundert die Augen reiben, denn auf ihrer Plattform spielte "FIFA" bisher grafisch eher in der Amateuroberliga. Die PC-Version schließt jetzt nahtlos zu den Next-Gen-Konsolen auf und kann endlich spielerisch mithalten. Aber auch Xbox 360 und PS3-Spieler freuen sich über zahlreiche Neuerungen. Waren die Spieler im Vorgänger zum Teil echte Schwalbenkönige, fallen sie dieses Mal nicht beim ersten Windhauch um. Im Zweikampf straucheln sie, versuchen aber auf den Beinen zu bleiben, wieder an den Ball zu kommen und den entstandenen Vorteil für sich zu nutzen. Hieraus entstehen                                         

völlig neue und vor allem realistische Spielszenen, wie man sie vorher nicht wirklich kannte. Zudem kommt die Neuerung dem Spielfluss zugute und überhaupt strahlt das ganze Spiel eine nicht gekannte Lockerheit aus. So wurden diverse Manöver vereinfacht und der Zugang für Neueinsteiger erleichtert. Die Profis freuen sich über einen erweiterten "Be A Pro"-Modus und einen dynamischeren Spielablauf.

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