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paramore| Miss Twilight »Paramore« |
Mit "Decode" lieferten Hayley Williams und ihre Jungs den Soundtrack zum ersten Teil des Vampirdramas. Wovon sich die kleine Sängerin inzwischen genauso distanziert wie vom Image der "Anti-Avril" oder "Emo-Queen". Mit dem dritten Paramore-Album "Brand New Eyes" will die 20-Jährige vor allem eines: künstlerische Anerkennung. Doch das ist gar nicht so einfach.
Hayley, wie lebt es sich als "Twilight"-Band? Seid ihr auch am nächsten Film beteiligt? Wir haben uns entschieden, den kommenden Soundtrack auszusetzen. Auch wenn uns der erste Teil derart populär gemacht hat, wie wir ohne ihn nie geworden wären. Aber gleichzeitig wollen wir halt nicht für den Rest unserer Tage damit assoziiert werden, und bei jedem einzelnen Film mitwirken. Dann würde das zum reinen Gimmick -und der Leidenschaft, die wir dafür empfinden, in keiner Weise gerecht. Also: Es war eine Riesensache, aber jetzt ist es gut. Ich möchte die Bücher schließlich noch genießen. Hättest du damit gerechnet, dass der Film und die Serie ein solches Phänomen werden? Niemals! Ich wusste, dass unsere Fans darauf stehen, und auf diese Weise bin ich darauf aufmerksam geworden. Aber ich hätte es nie für möglich gehalten, dass es zu einem weltweiten Phänomen werden würde. In meinen kühnsten Träumen nicht. Das wurde mir erst klar, als wir zu der Zeit, da "Twilight" in die Kinos kam, nach Brasilien und Mexiko geflogen sind. Und du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Kids mir da ihre Bücher vorgelegt haben. Das war verrückt. Ich hatte noch nie im Leben ein spanisches Buch gesehen -und dann musste ich gleich Hunderte unterschreiben. Dabei wart ihr schon vor "Twilight" extrem erfolgreich -etwa mit dem Album "Riot". Wie ist das, jetzt mit dem Nachfolger aufzuwarten? Wie viel Druck spürst du da? Ich war ziemlich nervös, als wir mit dem Schreiben angefangen
haben. Josh hat mir die neue Musik vorgestellt, die er komponiert hat, und ich habe mich gefragt, ob das in die richtige Richtung geht bzw. ob ich dazu wirklich etwas beisteuern kann. Also ob meine Texte gut genug dafür sind oder ob die Melodien zur Musik passen. Das waren ziemlich heftige Selbstzweifel. Gerade, weil uns "Riot" so viele Türen geöffnet hat. Da will man natürlich etwas machen, das mindestens genauso gut ist, das qualitativ nicht abfällt, und den Leuten da draußen gefällt -den Fans, wie allen anderen. Das hat mich zunächst komplett
fertiggemacht. Aber als wir dann losgelegt haben, lief es wie von selbst. Plötzlich waren die Songs da, das Album war fertig und grinste uns einfach nur an. Zuvor wart ihr fast zwei Jahre auf Tour. Konntet ihr nach eurer Rückkehr überhaupt ein halbwegs normales Leben führen? Ein wirklich normales Leben haben wir zwischen "Riot" und dem neuen Album definitiv nicht geführt. Klar hatten wir ein bisschen frei, aber den Großteil haben wir darauf verwendet, Promo für "Twilight" zu machen und ab und zu ein paar Konzerte zu spielen. Unsere Pause war also eigentlich keine, was auch bedeutet, dass wir nicht viel Zeit für uns wie für unsere Freunde hatten. Und das schlägt sich in den Texten nieder. Die sind Teil eines Heilprozesses -einer Art Selbsttherapie. Und die brauchten wir dringend. Inwiefern? Zum einen, weil wir so lange unterwegs waren. Und weil wir einen extrem schwierigen Umgang mit der Presse hatten. Weil sie sich mehr auf dich konzentriert hat als auf die Band? Na ja, es ist nicht so, als ob ich etwas gegen die Aufmerksamkeit hätte. Denn natürlich
machen wir Musik, damit sie gehört wird. Aber: Wenn ich etwas ändern könnte, wären das Artikel, die mit den Worten anfangen: "Die Sängerin mit den feuerroten Haaren." Denn es ist doch so: Ich habe rote Haare -na und? Was, wenn ich irgendwann blaue haben will? Das ist genauso blödsinnig wie der Vergleich mit Avril Lavigne, der sich mittlerweile erledigt hat, weil Avril völlig weg vom Fenster ist. Das zeigt mir, dass man das nur aussitzen muss. Bis jemand mit dem nächsten Vergleich ankommt -und ich bin gespannt, welcher das ist. (lacht) Jetzt klingst du aber ziemlich locker und entspannt. Das bin ich auch. Schließlich bin ich ein ganz normales Mädchen, das in der Musikszene aktiv ist. Aber ich bin kein Gimmick und keine Marionette. Bei mir steht keiner in der Ecke, der sagt: Du musst dies tragen oder dir die Haare färben, weil deine Wurzeln durchschimmern. Das ist mir so etwas von egal. Denn wenn ich nicht in der Band spielen würde, hätte ich immer noch verrückte
Den gesamten Text dieses Artikels sowie viele weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der mbeat, die kostenlos für Sie in Ihrer nächsten Müller-Filiale mit Multi-Media-Abteilung ausliegt.
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