entertainment magazin von müller

Alles Gute kommt von...

»Oben«

Alter schützt vor Action nicht: Im bislang zehnten Geniestreich aus dem Hause Pixar gibt ein verwitweter Rentner den geriatrischen Indiana Jones und fififindet mit Pfadfinderunterstützung seine Jugend zurück. Das Ergebnis ist Up Lifting im allerbesten Sinne.

In schöner Regelmäßigkeit für den Oscar nominiert zu werden und insgesamt sieben der Trophäen erhalten zu haben, ist das eine. Mit einem Animationsfilm, noch dazu in 3-D, das renommierte Filmfestival von Cannes eröffnen zu dürfen eine ganz andere Geschichte. Aber eine Geschichte, die zu den Pixar Animation Studios bestens passen will. 1979 als Teil der Lucasfilm Graphics Group gegründet, wurde die Kreativabteilung 1986 von Apple-Mitbegründer Steve Jobs gekauft und in Pixar umbenannt. Und steht seither für Animationskino, das dank herausragender Tricktechnik und ausgefeilter Drehbücher                                         

nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene und sogar die weltweite Kritikergemeinde stets aufs Neue begeistert. Und große Filmerfolge wie "Toy Story", "Die Monster AG", "Findet Nemo", "Die Unglaublichen" oder "Cars" waren diesbezüglich erst der Anfang. Denn nachdem man bereits mit "Ratatouille" (2007) Filmmomente geschaffen hatte, die jedem "realen" Spielfilm in Sachen Intensität und Emotionalität weit überlegen waren (die berühmte Szene mit Restaurantkritiker Anton Ego), setzte man spätestens                                         

mit "Wall*E" zum Sprung in die filmhistorische Stratosphäre an. Nicht wenigen Kritikern galt der CGI-Streifen als insgesamt bester Film des Jahres, die "stumme" erste Hälfte als das Beste, was 2008 überhaupt im Kino zu sehen war, weshalb die Erwartungen an "Oben" – dem Titel entsprechend – auch in astronomische Höhen geschraubt wurden. Diese sogar noch übertroffen zu haben ist das große Verdienst von Regisseur Pete Docter, der bereits für die "Monster AG" verantwortlich zeichnete und für die Stories von u. a. "Wall*E" und "Toy Story" federführend war.

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